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Gruppenreiseveranstalter für
Jugendreisen, Gruppenreisen, Jugendfreizeiten, Abireisen und Klassenfahrten.
Es war einmal auf Sardinien
Es war einmal auf Sardinien
von Jochen Brandt
FIRMEN-PORTRÄT Das Leeraner Unternehmen Akzente-Reisen gibt es seit zehn
Jahren
Auf der italienischen Insel organisierten die Gründer die ersten
Jugend-Freizeiten. Seitdem geht es steil bergauf.
Leer - Auf der Fensterbank im Erdgeschoss steht ein Schiffsmodell. Nicht
unbedingt außergewöhnlich für einen Reiseanbieter. Doch die Fährgesellschaft
Moby-Lines hat dem Leeraner Unternehmen Akzente-Reisen den maßstabsgetreuen
Nachbau nicht grundlos geschenkt.
"Wir sind für die ein wichtiger Kunde", sagt Jürgen Brüna, einer von zwei
geschäftsführenden Gesellschaftern der Akzente-Reisen GmbH. Brüna und seine
Kollegen sorgen dafür, dass jährlich tausende junger Leute die Korsika-Fähre
der Moby-Lines nutzen. Und gerade ist sein Unternehmen zehn Jahre alt
geworden.
Mit vier Freizeiten auf Sardinien für das Evangelische Jugendwerk fing 1996
alles an. CVJM-Sekretär und Diakon Brüna sowie der zweite
Akzente-Gesellschafter Guido Paust hatten einen Markt für sich entdeckt: die
Organisation von Gruppenreisen für Kirchengemeinden, Vereine und Schulen.
Heute sei man einer der größten deutschen Anbieter in diesem Segment, sagt
Brüna. Wie eine Sensation lässt er es nicht klingen. Es scheint, als habe er
sich längst an rasantes Wachstum gewöhnt. "Zu Beginn haben wir uns von Jahr zu Jahr verdoppelt und verdreifacht", sagt
er. Aber das sei einfach gewesen, schließlich sei man klein angefangen.
Inzwischen hätten sich die jährlichen Wachstumsraten bei zehn bis 15 Prozent
eingependelt. Die Zahlen können sich sehen lassen. Der Geschäftsführer
lacht.
Mittlerweile hat das Unternehmen in mehren südeuropäischen Ländern Teile von
Zeltplätzen ganzjährig gepachtet, zudem besitzt es Bungalows. Frankreich,
Spanien, Kroation, Italien : zwölf oder 13 feste Standorte habe man heute,
sagt Brüna. "Wir wollen unsere Kapazitäten ausbauen."
Dafür muss man wissen, wonach der Markt verlangt. Brüna ist selbstbewusst:
Zeltlager und Ferien-Camps für junge Leute seien schon ein sehr spezielles
Produkt. Weil die Kunden : Kirchengruppen und Vereine eben : häufig
untereinander vernetzt seien, könne man ohne weiteres seinen guten Ruf
verlieren. "Man muss denen schon was bieten", sagt der Geschäftsführer. "Die
meisten Gruppen wollen etwa einen abgetrennten Bereich nur für sich allein."
Auf etwa 140 000 Übernachtungen komme Akzente-Reisen im Jahr. Dabei sei der
Preis, den der einzelne Kunde in diesem Segment zahle, "bitter wenig", so
Brüna. Erst die Masse macht den Kohl fett: "Das läuft schon ganz okay."
Auch das Internet trägt zum Umsatz bei. Akzente hatte sich früh den nahe
liegenden Namen www.gruppenreisen.de gesichert. Um 10 000 Klicks zähle man
in den Hauptbuchungszeiten pro Tag, sagt Brüna. Die Adresse würde er nie
verkaufen: "Da müsste schon jemand einen sechsstelligen Betrag bieten."